Grußwort von Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks

zum Projekt „Zero Impact Camps: Kinder- und Jugendreisen nachhaltig gestalten“,

Ein Projekt der Naturfreundejugend Deutschlands mit Förderung des BMUB

Jeden Sommer verreisen mehr als 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche mit Jugendverbänden, Kommunen, Kirchen oder anderen gemeinnützigen Vereinigungen. Diese Reisen sind oft Aktivurlaub pur, machen Spaß und sind in der Regel günstiger als Fernreisen. Kinder und Jugendliche knüpfen dabei viele neue Freundschaften. Erste Urlaubserfahrungen können zukünftiges Reiseverhalten stark prägen. Hier liegt die große Chance nachhaltiger Reise- und Urlaubsangebote für Kinder und Jugendliche. Denn so kann bei den jungen Urlauberinnen und Urlaubern früh das Interesse für nachhaltiges Reisen, intensives Naturerleben und interkulturelle Begegnung geweckt werden.

Die Naturfreundejugend Deutschland achtet bei ihren Zeltlagern, Städtereisen und internationalen Jugendbegegnungen bereits seit vielen Jahren auf klimaschonende Anreise, ökologische Unterkünfte und saisonale und regionale Ernährung. Im Rahmen des Projekts „Zero Impact Camps“, das vom Bundesumweltministerium gefördert wird, finden in Zeltlagern und Jugendfreizeiten in ganz Deutschland Aktionstage zu den Themen Klima- und Umweltschutz statt. Wesentlicher Teil des Projektes ist auch ein großer Wettbewerb, bei dem die kreativsten Ideen für nachhaltiges Reisen ausgezeichnet werden.

Mehrtägige Freizeiten und Reisen sind ein wichtiger Erlebnis- und Freiraum jenseits des Schulalltags. Hier können Kinder und Jugendliche Neues ausprobieren, selbstständig werden und gemeinschaftliche Aktivitäten entwickeln. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Zero Impact Camps“ organisieren ihren Camp-Alltag größtenteils selbst und achten besonders darauf, dass ihre Aktivitäten umweltfreundlich, ressourcenschonend und sozial verträglich sind. So wird zum Beispiel nur mit regionalen Produkten gekocht. Bei Outdoor-Aktivitäten wird darauf geachtet, dass Natur und Umwelt geschont bleiben. Eins wird bei diesen Angeboten deutlich: Reisen, Naturerleben und Spaß sind kein Widerspruch zu Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz! Im Gegenteil: Eins kann das andere bedingen. Genau deshalb fördert das Bundesumweltministerium das Projekt „Zero Impact Camps“ der Naturfreundejugend. Und als Umweltministerin bedanke ich mich sehr herzlich bei der Naturfreundejugend für das großartige Engagement.